In einer Veranstaltung am 20.2.2020 in der neue Stadtbibliothek Dornbirn skizzierte Zukunftsforscher Klaus Kofler Sichtweisen einer neuen digitalen Welt und diskutierte anschließend mit dem Mitbegründer der Future Design Akademie und Managing Partner von GENERATIONDESIGN Holger Bramsiepe über völlig neue Herangehensweisen mit der Zukunft umzugehen.

Der Ort selbst ist schon eine Reise wert, denn die neue Stadtbibliothek ist ein architektonisches Highlight, ein Rundbau mit einer Fassade aus stilisierten Bücherrücken und einer zeitgemäßen Innenarchitektur. Er läd zur Ruhe und zum Nachdenken über Fragen in einer digital hektischen Welt ein – also gewissermaßen ein neuer Zukunftsort.

Denn wenn wir verstehen wollen, wie wir in Zukunft leben und arbeiten werden, gilt es über die richtigen Fragen nachzudenken. Werden wir wirklich in Zukunft von einer Art Superintelligenz überwacht, manipuliert und gesteuert? Oder unterliegen wir darin nicht dem Irrglauben einer linear gedachten Zukunft?

Nachdem Klaus Kofler seinen Impuls zu diesen Themen gab, stand die Frage nach der Gestaltung und Gestaltbarkeit der Zukunft im Raum. Holger Bramsiepe skizzierte zunächst die Eckpfeiler des Denkmodells von einer Zukunft, die nicht auf uns zukommt, sondern die jeder von uns selbst gestaltet. Damit wurde klar, das wir mehr über diese „Zukunft“ und wie wir damit umgehen wissen müssen. Desweiterern führte er aus, sollten wir und unsere Organisationen Methoden und Werkzeuge zur Gestaltung der Zukunft lernen und anwenden können.

Es wurde den etwa 40 interessierten Zuhörern klar, das die Fragen von Veränderungsbereitschaft in Richtung „Neu“ immer auf die Vorbehalte der Vergangenheitsverwalter treffen. Schwierig daran ist – so stellte Klaus Kofler fest – das es wohl nur 20% Zukunftsgestalter gäbe.

Die Diskussion war lebhaft, anregend und zeigte damit gewissermaßen das Dilemma unserer Welt – Wie können wir in diesen wechselvollen Zeiten der Unsicherheit und Komplexität eine gute, bessere Zukunft gestalten lernen… Eine Frage, die wir in Ruhe und mit Sorgfalt – aber zügig – klären sollten.